Praktikanten/innen  gesucht

Mindestalter 20 Jahre

Praktikum im „Kindergarten Mülheim an der Ruhr, in Gambia, West Afrika e.V.“

Allgemeine Informationen

Der Kindergarten in Marakissa
Das Dorf Marakissa liegt ca. 6 Kilometer von dem großen Ort Brikama entfernt, in dem es Einkaufmöglichkeiten, Telecentren und Internetcafes gibt. Brikama ist über eine Sandpiste mit dem Fahrrad oder mit den regelmäßig pendelnden Buschtaxis zu erreichen. Unser Schwesternprojekt „Remis Health Centre Köln“ in Darsilami liegt ca.
3 km von Marakissa entfernt an der Grenze zum Süd-Senegal (Casamance). In Marakissa gibt es keinen Strom, es existiert jedoch eine gute Wasserversorgung.
Der Kindergarten ist mit Solarstrom ausgestattet und verfügt über eine autarke Frisch- und Trinkwasserversorgung.
Unser Kindergartenleiter besitzt ein Mobiltelefon, über das man im „Notfall“ Anrufe tätigen kann. Inzwischen besteht auch eine Internetverbindung.

Alltag im „Kindergarten Mülheim“
Der Unterricht findet montags bis donnerstags 8.30 bis 13.00 Uhr und freitags 8.30 bis 11.00 Uhr statt. Für lernschwache Kinder gibt es zudem von Mo. - Do. nach Schulschluss einen halbstündigen Nachhilfeunterricht. Wir würden es begrüßen, wenn Praktikanten/innen zu Beginn in allen Klassen ein paar Tage hospitieren, um sich einen Überblick zu verschaffen. Nach dieser Erfahrung sollten nach Absprache mit den Lehrern einzelne Unterrichtseinheiten übernommen und diese gemeinsam mit den jeweiligen Lehrern analysiert werden. Dabei sind der Projektleitung alle Initiativen und Anregungen, die im Einklang mit der gambianischen Kultur stehen, willkommen. Entsprechende Ideensammlung und Vorbereitung von Unterrichtsmaterial und / oder Spiel-, Sport- und Spaßanleitungen sind daher wünschenswert. Je nach Vorbildung und in Absprache mit der Projektleitung ist auch die Durchführung von pädagogischen Workshops für unser Lehrpersonal denkbar.

Unterkunft
Für unsere Praktikanten/innen wurde 2002 ein kleines Haus gebaut, das sich auf dem Kindergartengelände befindet und zugleich von einer unserer Lehrerinnen, Saffiatou Jatta, mit ihrem kleinen Sohn bewohnt wird. Das Haus besteht aus insgesamt drei Räumen und einem Duschbad. Ein Raum davon steht unseren Praktikanten/innen zur Verfügung, ist separat zugänglich und abschließbar. Bad und Wohnraum werden von beiden Parteien gemeinsam genutzt.
Das Gästezimmer ist mit Bett + Mosquitonetz, Kleiderschrank, Tisch + zwei Stühlen, kleinem Schrank mit Bettwäsche, Geschirr, Küchenausrüstung sowie einem abschließbaren Gas-Kühlschrank ausgestattet.
Neben dem Gästehaus befindet sich ein Küchenhaus, in dem entweder auf Holzkohle oder Gas gekocht werden kann. Saffiatou ist für die Verpflegung und Betreuung unserer Praktikanten/innen zuständig. Sie und auch der Schulleiter Ebou Kamara haben darin bereits viel Erfahrung, so dass sich unsere Praktikanten/innen bisher immer gut aufgehoben gefühlt haben.
Im November 2006 wurde unser Multifunktionsneubau mit Computerschule, Erste-Hilfe-Station, Office/Büro und einem weiteren Studenten- Praktikanten/innen Wohnraum incl. Bad/Duschraum und WC in Betrieb genommen, so dass wir ab sofort 2 Praktikanten/innen zeitgleich unterbringen können.

Verpflegung
Ein Frühstück in unserem europäischen Sinne gibt es nicht. Für Tee/ Kaffee und Brot wird aber gesorgt. Im Übrigen bereitet Saffiatou die in Gambia üblichen Gerichte zu, die aus viel Reis, Gemüse, Öl, ab und zu aus Fisch oder Huhn bestehen. Europäer empfinden diese Küche gelegentlich wenig abwechslungsreich. Aus den anliegenden Gärten kann man sich aber hervorragend ergänzend selbst mit frischen Obst und Gemüse versorgen. In kleinen Shops gibt es Tee, Kaffee, Zucker, Brot, „Dosenfutter“, Batterien, Kerzen, Streichhölzer, Waschmittel und allerlei andere Dinge des täglichen Bedarfs zu kaufen. Ein großer Markt befindet sich in Brikama.

Gesundheit
Malariaprophylaxe ist je nach Absprache und Jahreszeit anzuraten, die Reisemediziner der hiesigen Gesundheitsämter geben Auskunft und beraten auch über die notwendige Gelbfieber-Impfung.
Ganz wichtig ist eine gültige Auslands-Krankenversicherung,
da die evtl. anfallenden Behandlungs- und Medikamentenkosten nicht aus Spendengeldern finanziert werden können. Wir gehen gerne in Vorlage, müssen nach Abrechnung mit den jeweiligen Krankenversicherern aber auf Rück-erstattung bestehen.
Über eine Grundausstattung von Medikamenten und Verbandsmaterial sollte man persönlich verfügen. Hygienische Verhältnisse sind in Gambia anders als in Europa und Menschen reagieren darauf unterschiedlich empfindlich. Zum Schutz der eigenen Gesundheit sollte hier niemand Scheu haben, seine persönlichen Bedürfnisse oder auch objektive gesundheitliche Gefahrenquellen anzusprechen. – Davon abgesehen sind der Projektleitung Aufklärungsmaßnahmen im Bereich Hygiene und Gesundheit bei Kindern und Erwachsenen durchaus willkommen.

Kleidung
Generell ist leichte, luftige Baumwollkleidung zu empfehlen, lange Hosen und langärmelige Baumwollpullover für evtl. kühlere Abende.
Mit Rücksicht auf die islamische Religion sollte im Dorf auf das Tragen kurzer Hosen und Röcke verzichtet werden. Zum Laufen sollte man 1-2 leichte, offene Sandalen / Slippers und ein paar feste (Turn-)Schuhe mitbringen. Kostbare Lederschuhe zuhause lassen, da sie im Sand nur spröde werden.

Zahlungsmittel
Bargeld in Euro oder Travellerschecks sind am sinnvollsten. Euro-Card ist hier nicht gültig! Kreditkarten werden nur an wenigen Stellen akzeptiert und sind mit hohen Gebühren verbunden. Auch Automaten arbeiten hier nur sehr unzuverlässig. 50 bis 100 Euro sollten zu Beginn in die Landeswährung „Dalasi“ getauscht werden. Damit bekommt man eine realistische Einschätzung für persönlichen Bedarf und Kaufkraft.

Anreise
Die Flugkosten können nicht aus Spendengeldern finanziert werden, sondern sind von den Praktikanten/innen selbst zu tragen. Bei der Buchung ist der Vorstand gerne behilflich. Der Transfer vom Flughafen Banjul nach Marakissa und bei der Abreise von Marakissa zum Flughafen Banjul wird von der Projektleitung vor Ort organisiert, die Kosten trägt das Projekt.

Mitbringsel
Falls man kleine Geschenke für unsere gambianischen Mitarbeiter oder die Kinder mitbringen möchte, sind Kleidungsstücke aller Art (auch gebraucht), einfaches, robustes Spielzeug, Malbücher, Puzzle, Buntstifte etc. herzlich willkommen. Die Damen freuen sich natürlich über Kosmetika. Sollte man sein Gepäck damit nicht belasten wollen oder können, gibt es derlei Dinge problemlos auch in Gambia zu kaufen.

Abschlussbericht
Wir bitten unsere Praktikanten/innen nach ihrem Aufenthalt in Marakissa um einen Abschlussbericht oder auch eine Art Tagebuch. Die Beobachtungen und Anmerkungen zum alltäglichen Ablauf in den Projekten, auch Fragen und kritische Stellungnahmen können wichtige Hinweise für das Projekt-Management enthalten. Wir danken dafür im Voraus.

Schlussbemerkung
Unser Projekt "Kindergarten Mülheim" ist politisch und religiös neutral und dient ausschließlich dem Wohlergehen der gambianischen Bevölkerung.
Das deutsche Projekt-Management respektiert die islamische Mehrheitsreligion sowie einheimische Bräuche und Traditionen. Das erwarten wir auch von unseren Praktikanten/innen.
Das Verfolgen jedweder persönlicher Interessen ist unseren Praktikanten/innen deshalb strikt untersagt.
Bei Zuwiderhandlung oder sonstigem, dem Projekt schädigenden Verhalten, behalten wir uns eine Kündigung und den vorzeitigen Abbruch des Praktikums - unter Ausschluss von Regressforderungen auf beiden Seiten - ausdrücklich vor!
Unser Projektleiter in Gambia - Ebou Kamara - sowie der Vorstand in Deutschland stehen für alle Fragen und auch im Falle von ernsten Konflikten oder Problemen gerne telefonisch oder mailtechnisch zeitnah zur Verfügung.


 

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